Wissenswert Befristete Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei Überschuldung wird neuerlich bis 31.1.2021 verlängert

Mit dem 4. COVID-19-Gesetz wurde die Insolvenzantragspflicht bei einer im Zeitraum vom 1.3.2020 bis 30.6.2020 aufgetretenen Überschuldung ursprünglich bis zum 30.6.2020 ausgesetzt. Diese Erleichterung wurde bereits Ende Juni 2020 erstmalig bis zum 31.10.2020 verlängert und wird nunmehr erneut bis Ende Jänner 2021 ausgeweitet. Mit dem 2. COVID-19 – Justiz Begleitgesetz wird die Antragspflicht bei einer im Zeitraum 1.3.2020 bis 31.1.2021 aufgetretenen Überschuldung bis 31.1.2021 ausgesetzt.

Liegt eine Überschuldung bei Ablauf des 31.1.2021 vor, ist ein Insolvenzantrag ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von 60 Tagen nach Ablauf des 31.1.2021 oder 120 Tage nach Eintritt der Überschuldung zu stellen, je nachdem welcher Zeitraum später endet.

Unabhängig davon besteht eine durchgehende Antragspflicht bei vorliegender Zahlungsunfähigkeit.

Trotz der dargelegten Erleichterungen ist es entscheidend, sich rechtzeitig mit der Frage der Überschuldung sowie einer validen Planung im Rahmen einer Fortbestehensprognose auseinanderzusetzen und die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens jederzeit im Fokus zu haben.

Für Fragen zur Insolvenzantragspflicht sowie zur Erstellung von Planungsrechnungen und Fortbestehensprognosen steht Ihnen unser Experte Peter Kofler gerne zur Verfügung.

 

9. Oktober 2020