Wissenswert Befristete Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei Überschuldung wird bis 31.10.2020 verlängert

Mit dem 4. COVID-19-Gesetz wurde die Insolvenzantragspflicht bei einer im Zeitraum vom 1.3.2020 bis 30.6.2020 aufgetretenen Überschuldung ursprünglich bis zum 30.6.2020 ausgesetzt. Diese Erleichterung wurde nunmehr verlängert und die Antragspflicht bei einer im Zeitraum 1.3.2020 bis 31.10.2020 aufgetretenen Überschuldung bis 31.10.2020 ausgesetzt.

Liegt eine Überschuldung bei Ablauf des 31.10.2020 vor, ist ein Insolvenzantrag ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von 60 Tagen nach Ablauf des 31.10.2020 oder 120 Tage nach Eintritt der Überschuldung zu stellen, je nachdem welcher Zeitraum später endet.

Unabhängig davon besteht eine durchgehende Antragspflicht bei vorliegender Zahlungsunfähigkeit.

Trotz der dargelegten Erleichterungen ist es entscheidend, sich rechtzeitig mit der Frage der Überschuldung sowie einer validen Planung im Rahmen einer Fortbestehensprognose auseinanderzusetzen und die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens jederzeit im Fokus zu haben.

Für Fragen zur Insolvenzantragspflicht sowie zur Erstellung von Planungsrechnungen und Fortbestehensprognosen steht Ihnen unser Experte Peter Kofler gerne zur Verfügung.

 

 

24. Juni 2020