Wissenswert Befristete Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei Überschuldung wird neuerlich bis 30.6.2021 verlängert

Die vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei einer seit 1.3.2020 aufgetretenen Überschuldung wird nunmehr um weitere drei Monate bis Ende Juni 2021 ausgeweitet. Liegt eine Überschuldung bei Ablauf des 30.6.2021 vor, ist ein Insolvenzantrag ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von 60 Tagen nach Ablauf des 30.6.2021 oder 120 Tage nach Eintritt der Überschuldung zu stellen, je nachdem welcher Zeitraum später endet.

Unabhängig davon besteht eine durchgehende Antragspflicht bei vorliegender Zahlungsunfähigkeit.

Auch die coronabedingt gewährten Steuerstundungen sowie die Stundungen fälliger Sozialversicherungsbeiträge sind um weitere drei Monate bis 30.6.2021 verlängert worden.

Trotz der dargelegten Erleichterungen und einer allfälligen nochmaligen Verlängerung der Fristen ist es entscheidend, sich rechtzeitig mit der Frage der Überschuldung sowie einer validen Planung im Rahmen einer Fortbestehensprognose auseinanderzusetzen. Eine verlässliche laufende Planung ist ausschlaggebend, um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens, sowie den möglichen erhöhten Kapitalbedarf bei wieder steigenden Umsätzen jederzeit im Fokus zu haben und so gestärkt aus der Krise zu kommen.

Für Fragen zur Insolvenzantragspflicht sowie zur Erstellung von Planungsrechnungen und Fortbestehensprognosen steht Ihnen unser Experte Peter Kofler gerne zur Verfügung.

1. April 2021