Wissenswert Lockdown-Umsatzersatz

Unternehmen, die von den jüngsten behördlichen Schließungen („Zweiter Lockdown“) direkt betroffen sind, sollen 80% ihres Umsatzes ersetzt erhalten. Ende letzter Woche wurde die Richtlinie zum Umsatzersatz veröffentlicht. Den vollständigen Richtlinientext, FAQs und eine Liste der direkt betroffenen Branchen finden Sie hier. Die Eckpunkte und einige Tipps haben wir für Sie zusammengefasst:

  • Zur Antragstellung berechtigt sind Unternehmen, die direkt von den behördlichen Schließungen gemäß COVID-19-SchuMaV betroffen sind (insb Gastgewerbe, Beherbergungsbetriebe, Freizeiteinrichtungen, Sportanlagen- und Fitnesszentrumbetreiber und diverse Veranstalter). Achten Sie in diesem Zusammenhang bitte auf die gegenüber der Finanzverwaltung verwendete ÖNACE-2008-Klassifikation!
  • Mischbetriebe sind ebenfalls antragsberechtigt.
  • Der Umsatzersatz beläuft sich grundsätzlich auf 80% des im November 2019 erzielten Umsatzes. Der maximale Auszahlungsbetrag pro Unternehmen ist mit 800.000 Euro gedeckelt. Der Mindestersatz liegt bei 2.300 Euro.
  • Die Berechnung des Umsatzersatzes erfolgt grundsätzlich automatisch und zwar anhand der vorhandenen Steuerdaten (Details sind unter Punkt 4 der Richtlinie geregelt). Es kann im Einzelfall sinnvoll sein, noch vor der Antragstellung Abgabenerklärungen einzureichen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Optimierung.
  • Vom Umsatzersatz ausgeschlossen sind unter anderem folgende Unternehmen:
    • Das Unternehmen hat weder Sitz noch Betriebsstätte in Österreich oder übt keine operative Tätigkeit aus.
    • Das Unternehmen kündigt im Zeitraum zwischen 03.11.2020 und 30.11.2020 Beschäftigte.
    • Es ist ein Insolvenzverfahren anhängig.
    • Das Unternehmen wurde neu gegründet und hat vor dem 1. November 2020 noch keine Umsätze erzielt.
  • Bestimmte Corona-Hilfen müssen gegengerechnet werden (beispielsweise 100% garantierte Kredite und Landesförderungen sowie Zuschüsse aus dem NPO-Fonds im Anwendungsbereich des EU-Beihilfenrechts).
  • Auszahlungen aus dem Fixkostenzuschuss Phase 1 und der Kurzarbeit werden nicht gegengerechnet.
  • Tatsächlich erzielte Umsätze (zB aus Lieferservice) kürzen den Umsatzersatz nicht.
  • Eine Antragstellung ist bereits möglich und erfolgt über FinanzOnline.
  • Der Umsatzersatz kann bis 15. Dezember beantragt werden.

 
Für Rückfragen steht Ihnen das Team von Rabel & Partner gerne zur Verfügung.

 

9. November 2020