Wissenswert Voranmeldung zum Energiekostenzuschuss ab 07.11.2022 möglich

Die ersten Schritte zur Entlastung von energieintensiven Unternehmen von der aktuellen Preissteigerung wurden bereits von der Bundesregierung gesetzt. Obwohl weiterhin die nötige Genehmigung der Europäischen Kommission sowie die entsprechende Förderrichtlinie ausständig sind, hat das Austria Wirtschaftsservice (AWS) ein Info-Paket zum Ablauf und Berechnung der Förderung veröffentlicht. Diese Details können Sie hier abrufen. Der Ablauf der Förderung lässt sich vorbehaltlich etwaiger Änderungen wie folgt zusammenfassen:

Schritt 1 – Voranmeldung:
Ab 07.11.2022 (Uhrzeit ist noch nicht bekannt) bis 21.11.2022 wird eine Voranmeldung für Unternehmen möglich sein, wobei das „first come, first serve“-Prinzip zu Anwendung gelangt. Anschließend wird dem Unternehmen ein Zeitraum von voraussichtlich einer Woche für die tatsächliche Antragsstellung zugewiesen (z.B. 28.11. bis 05.12.2022). Die Voranmeldung ist Voraussetzung für die Antragstellung.
 
Schritt 2 – Antragstellung:
Die Antragsstellung hat innerhalb dieses zugewiesenen Zeitraumes im AWS Fördermanager zu erfolgen. Dabei sind der Energieverbrauch, die Preissteigerung und die Höhe der förderbaren Energieaufwendungen anzugeben. Weiters müssen diverse Punkte von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter im Zuge dieser Antragsstellung bestätigt werden. Auch hier gilt das „first come, first serve“-Prinzip.

Schritt 3 – Prüfung des Antrages durch die AWS:
Der Antrag wird durch die AWS geprüft, wobei das AWS auch Ergänzungen beim Unternehmen anfordern kann.

Schritt 4 – Auszahlung des Energiekostenzuschusses:
Nach Genehmigung des Antrags erfolgt die Auszahlung des Energiekostenzuschusses auf die vom Unternehmen bekanntgegebene Bankverbindung.

 

Die Voranmeldung, welche ab 07.11.2022 möglich sein wird, hat durch das Unternehmen zu erfolgen. Dabei werden folgende Daten anzugeben sein:

  • Information zum Förderungswerber (Firmenname, Rechtsform, gegebenenfalls Firmenbuchnummer oder ZVR-Zahl bei unternehmerisch tätigen Vereinen)
  • Angabe, ob der Umsatz des letztverfügbaren Jahresabschlusses EUR 700.000,- überschritten hat, wenn ja, dann Angabe, ob es sich um ein energieintensives Unternehmen handelt (mit Erklärung dazu)
  • Kontaktdaten der vertretungsbefugten Person im antragstellenden Unternehmen
  • die für den Antragsprozess maßgebliche E-Mail-Adresse (hier können auch zwei Kontaktpersonen bekanntgegeben werden)

Schlussendlich dürfen wir Ihnen noch folgende Handlungsempfehlungen zur Voranmeldung bzw. Antragsstellung mitgeben:

  • Prüfen Sie in einem ersten Schritt, ob Ihr Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als EUR 700.000,- erwirtschaftet. Falls ja, ist zusätzlich zu prüfen, ob Ihr Unternehmen als „energieintensiv“ einzustufen ist (siehe Seite 4 des Info-Paktes der AWS).
  • In einem zweiten Schritt empfehlen wir bereits hier die Prüfung, ob Ihr Unternehmen von Preissteigerungen betreffend Strom, Erdgas und Treibstoffe im Betrachtungszeitraum im Vergleich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres betroffen war.
  • Für den Fall, dass beide Punkte zutreffen bzw zutreffen könnten, empfehlen wir eine ehestmögliche Voranmeldung ab dem 07.11.2022.
  • Aufgrund der kurzen Frist für die tatsächliche Antragsstellung von voraussichtlich lediglich einer Woche empfehlen wir jedenfalls, die erforderlichen Daten (insbesondere Unterlagen zum Energieverbrauch sowie zu den Preissteigerungen) ehestmöglich aufzubereiten. Weiters ist eine entsprechende Zeitspanne zur Abgabe der erforderlichen Bestätigungen durch Ihren Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter einzuplanen. Eine Antragsstellung ist nur im zugewiesenen Zeitraum möglich, wobei hier bereits sämtliche Unterlagen und Daten vorliegen müssen.

Sobald die Genehmigung der Europäischen Kommission vorliegt bzw. die entsprechende Förderrichtlinie veröffentlicht wird, informieren wir Sie zeitnahe.

Für etwaige Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

 

4. November 2022