Wissenswert Befristete Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei Überschuldung wird neuerlich bis 31.3.2021 verlängert

Die seit 1.3.2020 geltende Regelung betreffend die vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei einer seit 1.3.2020 aufgetretenen Überschuldung wird nunmehr erneut bis Ende März 2021 ausgeweitet. Liegt eine Überschuldung bei Ablauf des 31.3.2021 vor, ist ein Insolvenzantrag ohne schuldhaftes Zögern, spätestens innerhalb von 60 Tagen nach Ablauf des 31.3.2021 oder 120 Tage nach Eintritt der Überschuldung zu stellen, je nachdem welcher Zeitraum später endet.

Unabhängig davon besteht eine durchgehende Antragspflicht bei vorliegender Zahlungsunfähigkeit.

Trotz der dargelegten Erleichterungen und einer allfälligen nochmaligen Verlängerung der Fristen ist es entscheidend, sich rechtzeitig mit der Frage der Überschuldung sowie einer validen Planung im Rahmen einer Fortbestehensprognose auseinanderzusetzen und die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens jederzeit im Fokus zu haben.

Auch im Hinblick auf die derzeit mit 31.3.2021 auslaufende befristete Stundung von Abgaben sowie den erhöhten Kapitalbedarf bei wieder steigenden Umsätzen, ist eine valide laufende Planung ausschlaggebend, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Für Fragen zur Insolvenzantragspflicht sowie zur Erstellung von Planungsrechnungen und Fortbestehensprognosen steht Ihnen unser Experte Peter Kofler gerne zur Verfügung.

 

25. Jänner 2021