Wissenswert Anträge für Zuschüsse aus dem NPO-Unterstützungsfonds für das 1. Quartal 2022 seit 4.7.2022 möglich

Der NPO-Unterstützungsfonds dient der finanziellen Unterstützung von Non-Profit-Organisationen (insbesondere gemeinnützigen Vereinen), freiwilligen Feuerwehren und kirchlichen Rechtsträgern und soll wirtschaftliche Beeinträchtigungen durch die COVID 19-Krise abfedern.

Seit Montag, dem 4.7.2022, können nunmehr Anträge für das 1. Quartal 2022 für Zuschüsse aus dem NPO-Unterstützungsfonds gestellt werden. Eine Antragstellung hat wie bei den vorherigen Förderperioden wieder über das Online-Antragsportal https://antrag.npo-fonds.at/ zu erfolgen und ist bis einschließlich 31.10.2022 möglich.

Eckpunkte der neuen Förderperiode

  • Die Förderung besteht wieder aus förderbaren Kosten und einem pauschalen Struktursicherungsbeitrag.
  • Wie bei der letzten Förderperiode für das 4. Quartal 2021 werden die förderbaren Kosten für das 1. Quartal 2022 zu 100 % gefördert, wobei weiterhin gewisse Einschränkungen für die Förderfähigkeit von Miet- und Pachtkosten bestehen.
  • Der Struktursicherungsbeitrag beträgt 5% der Summe aus den Jahreseinnahmen 2021 und (neu) den gewährten NPO-Zuschüssen für das 1. Halbjahr 2021 sowie das 4. Quartal 2021. Der Struktursicherungsbeitrag ist mit EUR 35.000 begrenzt und kann nur gewährt werden, wenn auch Kosten von zumindest 250 Euro gefördert werden.
  • Gedeckelt ist die Förderung mit 90 % des Einnahmenausfalls im 1. Quartal 2022 bzw maximal EUR 200.000 pro Organisation. Dieser Betrag gilt bei verbundenen Organisationen als gemeinsame Höchstgrenze.
  • Ein Mindest-Einnahmenausfall ist nicht erforderlich.
  • Die Mindest-Zuschusshöhe beträgt EUR 250. Wenn die errechnete Förderung unter diesem Betrag liegt, wird kein Zuschuss ausbezahlt.

Erste Einschätzung

Gegenüber der letzten Förderrunde für das 4. Quartal 2021 wurde somit die maximale Förderhöhe pro Organisation bzw verbundenen Organisationen deutlich von EUR 900.000 auf EUR 200.000 reduziert; auch der Struktursicherungsbeitrag sinkt von EUR 75.000 auf EUR 35.000.  COVID-19-Tests werden nicht mehr gefördert. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass für die Berechnung des Einnahmenausfalls die erhaltenen NPO-Zuschüsse für das 1. Halbjahr 2021 und das 4. Quartal 2021 berücksichtigt werden. Außerdem wurde der Berechnungsmodus für die „Einschleifregelung“ bei der Ermittlung des Einnahmenausfalls gegenüber der letzten Förderperiode angepasst. Weiters ist der im Zuge der COVID-19-Pandemie speziell erlassene „Befristete Beihilferahmen“ der EU-Kommission nicht mehr anwendbar. Für wirtschaftlich tätige Förderwerber weiterhin beachtlich sind hingegen die allgemeinen De-minimis-Verordnungen des EU-Beihilferegimes. Weiterführende Informationen zum NPO-Unterstützungsfonds finden Sie unter: https://npo-fonds.at/

Florian Raab und das Team von Rabel_Partner stehen für eine Unterstützung bei der Antragstellung wieder gerne zur Verfügung.

05.Juli 2022